19

Mag

2009

Durnwalder-Pressekonferenz zur Lage in Südtirol: Vom "Brandstifter" zum Friedensstifter?
Notizie
Mit mehr als gemischten Gefühlen sieht der Landtagsabgeordnete der Union für Südtirol, Andreas Pöder, die morgige, von Landeshauptmann Luis Durnwalder einberufene Pressekonferenz zur Lage in Südtirol. Es besteht die Gefahr, dass die Pressekonferenz auch aufgrund der Präsenz des SVP-Obmannes Theiner und des PD-Landesrates Tommasini zu reinen EU-Wahlkampfzwecken missbraucht wird und Durnwalder als Friedensstifter zwischen den Volksgruppen auftritt, obwohl er und seine Partei in den letzten Wochen und Monaten ebenfalls "Brandstifter" waren, so Pöder. "Es war die SVP, die den ethnischen Zündlern beider Seiten direkt und indirekt viel Raum verschafft hat, jetzt von ´Brandstiftern´ zu Friedenstiftern zu mutieren ist unredlich." Wir von der Unions standen und stehen zu klaren volkstumspolitischen Zielen, wie dem Selbstbestimmungsrecht. Wir weisen jedoch ohne wenn und aber revanchistische oder rückwärtsgewandte Nationalismen von welcher Seite auch immer zurück."Wer die Idee der Selbstbestimmung der Freiheit Südtirols vorantreibt, muss dies auf dem Boden des Dialogs aller Sprachgruppen und der zukunftsgerichteten Politik tun und sollte auf ethnische Provokationen verzichten. Dies war und ist seit jeher meine politische Linie innerhalb der Union und wird es auch bleiben", betont Pöder. Der Unions-Abgeordnete nimmt ausdrücklich die Schützen vor den Angriffen von verschiedenen Seiten in Schutz: "Die Schützen verfolgen immer offen und klar ihre Ziele und haben nie ein Geheimnis aus ihren Vorstellungen gemacht. Wenn der Einsatz gegen faschistische Relikte oder für die Freiheit des Landes als Provokation empfunden wird, dann nur deshalb, weil die SVP diese Themen lange Zeit vor sich herschob, um in den letzten Monaten aus wahltaktischen Gründen auf den Zug aufzuspringen und dann aus Angst vor dem eigenen Mut wieder abzuspringen. Es braucht Besonnenheit in der Frage der Zukunftsentwicklung Südtirols, aber tabuisiert werden darf nichts! Und es ist zu billig, die ethnische Frage zu Wahlzwecken zu missbrauchen."
 

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