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Ott

2009

Egartner verzichtet auf „authentische Interpretation“
Notizie
Der Landtagsabgeordnete Christian Egartner hat die SVP-Landtagsfraktion gebeten, den Vorschlag zur „authentischen Interpretation“ des Wahlgesetzes nicht weiterzubetreiben. Dies teilte Egartner selbst am Montagnachmittag dem Ausschuss der Südtiroler Volkspartei mit. Das zweithöchste Parteigremium befasste sich auch eingehend mit der anstehenden Volksabstimmung. Christian Egartner erklärte dem versammelten Parteiausschuss, dass er bezugnehmend auf seine angefochtene Wählbarkeit auf die Anwendung einer sogenannten „authentischen Interpretation“ verzichten wolle. Er schätze die Solidarität, die ihm vonseiten der SVP-Landtagsfraktion zuteil geworden war, doch gehe das Gesamtwohl der Südtiroler Volkspartei dem Wohl eines einzelnen Mandatars vor. Egartner erinnerte an die 11.002 Stimmen, die bei der Landtagswahl 2008 auf ihn entfielen und bemängelte das derzeit in Südtirol geltende Wahlgesetz. Der SVP-Ausschuss hielt fest, dass Christian Egartner in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Konsortiums der Bauunternehmer Südtirols keine Vorteile gegenüber anderen Kandidaten hatte. „Nachdem ich aber mit Enttäuschung und Sorge verfolgt habe, wie negativ und polemisch die Diskussion angeheizt worden ist, ohne den wirklichen Inhalt des Gesetzes zu würdigen, habe ich die Landtagsfraktion in der SVP gebeten, den Vorschlag zur Gesetzesänderung für eine authentische Interpretation des Wahlgesetzes, nicht weiterzubetreiben“, so der Landtagsabgeordnete Egartner. Er werde vor Gericht bis zuletzt um sein Landtagsmandat kämpfen. Als „wichtigen Ansprechpartner im Wipptal“ würdigte Parteiobmann Richard Theiner den Abgeordneten Egartner. Dieser habe sich schon lange vor seiner Wahl in den Landtag für die Anliegen der Wipptalerinnen und Wipptaler stark gemacht, ganz gleich, welcher sozialen Schicht sie angehören und wie groß oder klein das Problem ist. „Egartner hat bei der Wahl große Zustimmung gefunden.“ Der Parteiobmann bedankte sich bei Christian Egartner, dass er sein eigenes Wohl hinter jenes der Partei gestellt hat, bei der Landtagsfraktion für die Geschlossenheit und dem SVP-Fraktionsvorsitzenden Elmar Pichler Rolle für dessen Einsatz.
 

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