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Gemeinderat: Aufschnaiter-Mittelschule |
| | Zu Beginn der Sitzung wurde das Thema Mittelschule Aufschnaiter auf Antrag von Rudi Benedikter (Projekt Bozen) in einer aktuellen Kurzdebatte gemäß Art. 31 der Geschäftsordnung. Benedikter meinte, er halte es für skandalös, dass die Landesregierung in einen Entscheidungsprozess eingreife, der dem Gemeinderat zustehe. Außerdem habe die Landesregierung die Wünsche der Schulgemeinschaft übergangen. Wally Rungger (Grüne) schloss sich Rudi Benedikters Ausführungen an. Sie frage sich, ob die Universitätsstudenten den Vorzug vor den Pflichtschülern haben sollen. Außerdem plane man den Umbau seit mehr als zehn Jahren. Bedenken führte sie auch bezüglich der Mobilität an. Als Gemeinderätin ware sie interessiert daran zu erfahren, ob die Gemeinderäte auch in die Entscheidungsfindung einbezogen warden. Helmut Rizzolli (SVP) meinte, das Antlitz der Stadt müsse allen ein Anliegen sein. Diese Schule wurde in der Perathoner-Ära von Stadtbaumeister Kürschner geplant, der renommierter Architekt war. Er werde sich dafür einsetzen, dass die Ästhetik (anders als beim Universitätsgebäude) gewahrt bleibe. Damals habe man sich leider vergebens für den Erhalt des Corso Kinos eingesetzt. Eine Statistik zeige, dass es in Bozen 38 Quadratmeter pro Universitätsstudenten gebe, das sei Rekord. Judith Kofler Peintner (SVP) meinte, mit dem Denkmalschutz sei sie voll einverstanden. Das Unterrichten in dieser Schule sei nicht angenehm. Giorgio Degli Agostini meinte, dass die Positionierung der Universität an diesem Standort schon seinerzeit ein Gewaltakt gewesen sei. Jetzt sei der Standort eben dieser und die letzten Entscheidungen folgerichtig. Pietro Mitolo (AN) gab unter dem ästhetischen Gesichtspunkt Rizzolli recht. Entscheiden müsse man dann anhand konkreter Projekte. Luigi Schiatti (Unitalia) beklagte die massive Einmischung des Landes. Guido Margheri (SD) man habe mit der seinerzeitigen Entscheidung, die Uni im Stadtzentrum anzusiedeln, bereits die Weichen gestellt. Daniele Varalta (UDC) regte an, die Angebote des Landes genau zu prüfen und erst dann dem Land eine entsprechende Antwort zu geben. Bürgermeister Luigi Spagnolli meinte, eine mögliche Verlegung der Aufschnaiter-Schule sei seit Jahren im Gespräch. Für die Stadt sei es sicher ein Gewinn, wenn das Gebäude saniert werde und gleichzeitig eine neue Mittelschule gebaut werde. Alle Varianten seien aufmerksam geprüft worden. Ein definitives Ergebnis gebe es noch nicht. Gemeinderat Pietro Mitolo hat den Antrag zu einer Sondersitzung über die Aussagen von Vizebürgermeister Ellecosta zurückgezogen. Diskutiert wurde dann der Beschluss zur Ergänzung der Vereinbarung mit der Messe Bozen AG für die Führung der Eiswelle bis zum 31.12. 2009. Bürgermeister Luigi Spagnolli erläuterte, dass für diesen Zeitraum höhere Ausgaben als die vereinbarten nötig sind. Es handle sich um eine rein technische Maßnahme, weil es um die Anpassung an vorgeschriebene Tarife gehe. Wortmeldungen: Luigi Schiatti (Unitalia), Paolo Bertolucci (AN). Der Beschluss wurde gutgeheißen. Schließlich wurde noch ein Beschluss genehmigt, welcher der Etschwerke Ag das Oberflächenrecht für die Dauer von 99 Jahren für eine Stromkabine in Sigmundskron zuspricht.
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