24

Set

2009

Mindestens 2 Jahre Rente pro Kind
Notizie
SVP-Frauenbewegung, Katholische Frauenbewegung, KVW-Frauen, der Katholische Familienverband und der Beirat für Chancengleichheit sammeln vom 7.-15 November im ganzen Land Unterschriften für die Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten für die Rente. „Wir finden große Unterstützung für die geplante Aktion: die ArbeitnehmerInnen in der SVP und die LVH-Frauen haben ihre Mitarbeit zugesichert, Interesse haben auch Vertreterinnen des AEB (Arbeitskreis Eltern Behinderter) gezeigt“, so Martha Stocker, SVP-Landesfrauenreferentin. „Wir freuen uns über jede weitere Organisation, die mitmachen und die Forderung unterstützen will“, so weiter. Die Kammerabgeordnete Luisa Gnecchi und Senator Oskar Peterlini unterstützten die Aktion bereits bisher tatkräftig mit Informationen aus Rom, ebenso ihre Unterstützung zugesagt haben auch die anderen VertreterInnen der SVP in Rom. Grund für die Unterschriftensammlung ist die magere Rente für Frauen: nach wie vor bekommen Frauen nur knapp die Hälfte der Rente von Männern. Grund dafür sind Arbeitsunterbrechungen für Kinder oder Pflege, die Reduzierung der Arbeitszeit auf Teilzeit, die Arbeit in Niedriglohnsektoren und fehlende Aufstiegschancen eben aufgrund von Fehlzeiten durch Mutterschaft. Diese und andere Faktoren sind Grund dafür, dass Frauen nach wie vor mit der halben Rente auskommen müssen. „Damit sind wir nicht einverstanden!“, so Martha Stocker. „Wir fordern eine Anerkennung von mindestens 2 Jahren Rente pro Kind!“ Der Zeitpunkt dieser Forderung kommt nicht von ungefähr: nachdem die Regierung für die öffentlichen Bediensteten das Rentenalter der Frauen bereits auf 65 Jahre erhöht hat und Minister Brunetta eine Erhöhung auch für die Privatwirtschaft angekündigt hat, verlangen die Frauenorganisationen eine Erhöhung auch der Rentenbezüge für Frauen. „Solange die Rentensituation für Frauen dermaßen mager ist, ist für uns eine Erhöhung nicht akzeptabel!“, so Martha Stocker. Ziel der Unterschriftenaktion ist es, der Bevölkerung die Bedeutung der Erziehungs- und Pflegezeiten verstärkt bewusst zu machen und den Abgeordneten in Rom den Rücken zu stärken, wenn sie die Verbesserung der Rentenabsicherung fordern.
 

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