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Polemik um Herz-Jesu-Feuer |
| | Als niederträchtigen Versuch der Kriminalisierung, welcher von einer völligen Unkenntnis der Geschichte zeugt, bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, die Polemik, welche rund um die flammenden Schriften in der Herz-Jesu-Nacht entbrannt ist. Im ganzen Land wurden neben den traditionellen Gipfelfeuern auch Abbildungen des Tiroler Adlers entfacht, sowie mit Flammenlettern „Ein Tirol“, „Tirol“ und „Freiheit“ in die Felsen geschrieben. Bei diesen Abbildungen und Schriften handelt es sich um ein lobenswertes und aufrechtes Bekenntnis zur Tiroler Heimat, das nun von einigen Politikern dazu missbraucht wird, um gegen Süd-Tirol und seine Tiroler Identität Stimmung zu machen. Allein die parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Biancofiore, in der sie gar ein Verbot des Herz-Jesu-Festes fordert, zeugt von dieser Aversion gegen alles Tirolerische. Frau Biancofiore sei aber daran erinnert, dass es nicht einmal den Faschisten gelungen ist, die Feuer in der Herz-Jesu-Nacht zu unterbinden. Das Herz-Jesu-Fest ist keine Folkloreveranstaltung, sondern hat einen politischen Hintergrund, der auf dem Wunsch nach Freiheit und Landeseinheit beruht. Nicht umsonst hat man 1796 das Land gerade deswegen dem Herzen-Jesu geweiht, damit es nicht fremdbestimmt wird. Wenn dieses Gelöbnis alljährlich erneuert und besonders im heurigen Gedenkjahr mit der Bitte um Freiheit für Süd-Tirol verknüpft wird, so ist dies eine der schönsten Formen der Heimatverbundenheit, welche durch diese Flammenschriften sichtbar zum Ausdruck gebracht wird. Es darf nicht soweit kommen, dass sich die Bevölkerung ihrer Tiroler Identität schämen muss und das Bekenntnis zur Landeseinheit gar als Provokation abgestempelt wird.
Tiroler sind wir und Tiroler bleiben wir. Der Wunsch nach Gerechtigkeit und Wiedervereinigung ist kein Verbrechen, sondern vielmehr die legitime Forderung eines Volkes, das gegen seinen Willen geteilt wurde.
„Ich selbst habe an der Entzündung einer dieser Schriften teilgenommen und kann daher bestätigen, dass es sich hierbei um ein friedvolles und beeindruckendes Bekenntnis der Jugend zur gemeinsamen Heimat Tirol handelt. In monatelanger Vorbereitung haben diese jungen Menschen ihre Freizeit geopfert und voller Begeisterung auf den Herz-Jesu-Sonntag hingearbeitet. Andachtsvoll und im festen Glauben an eine bessere und freie Zukunft wurde schließlich das Herz-Jesu-Gelöbnis erneuert, die Feuer entzündet und damit ein leuchtendes Beispiel des Tiroler Selbstbewusstseins einer neuen Generation abgegeben.“ Den Urhebern all dieser beeindruckenden Bergfeuer kann man daher nur für ihren Einsatz danken und ihnen die volle Solidarität und Wertschätzung zusichern.
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