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Ott

2009

"Stärken, was uns verbindet"
Notizie
Im Rahmen der Diskussionsreihe zum Thema "Heimat" hat die Südtiroler Volkspartei am Dienstagabend gemeinsam mit Persönlichkeiten aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen und der Bevölkerung Zukunftsperspektiven für das Südtirol von morgen erörtert. Bei der Podiumsdiskussion im Peter-Thalguter-Haus in Algund kamen das Zusammenleben in Südtirol, die Weiterentwicklung der Autonomie sowie die gemeinsame Gestaltung der Heimat zur Sprache. "Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl", zitierte SVP-Obmann Richard Theiner in seiner Eingangsrede den Liedermacher Herbert Grönemeyer. Gerade in einem Land wie Südtirol, wo mehrere Sprachgruppen zusammenleben, würden Diskussionen um das Thema Heimat mit großer Emotionalität geführt. "Aus diesem Grund ist es der Südtiroler Volkspartei ein Anliegen, das Verbindende anstatt das Trennende zwischen den Volksgruppen in Südtirol zu suchen", so Parteiobmann Theiner. Nur so könne es gelingen, miteinander eine gemeinsame Heimat zu gestalten. Als Referenten nahmen an der Diskussion SVP-Landessekretär Philipp Achammer als Moderator, Tila Mair (AFI-Präsidentin), Reinhold Messner, Maria Niederstätter (Unternehmerin), Konrad Peer (KVW-Vorsitzender) und Georg Simeoni (AVS-Vorsitzender) teil. Sie begrüßten durchwegs die Initiative der Südtiroler Volkspartei, mit den Südtirolerinnen und Südtirolern aller drei Sprachgruppen über die Zukunftsperspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten einer gemeinsamen Heimat zu diskutieren. Unter dem Motto "Südtirol 2020 - Perspektiven für unsere Heimat" beleuchteten die Teilnehmer/innen am Podium ihre Sichtweisen über das Südtirol von heute und legten ihre Visionen für die Gestaltung der Zukunft dar. Dabei sprachen sie vielfältige Themen des Zusammenlebens an. Diese reichten von der Definition des Begriffes "Heimat", den Herausforderungen der Autonomie und der Rolle der europäischen Union über den Sprach- und den Geschichtsunterricht an Südtirols Schulen, der Toponomastik und der Finanzautonomie, den Landschaftsschutz und den Tourismus, den sozialen Dialog bis hin zur Zuwanderung und zur Integration. In ihren Beiträgen äußerten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Podiumsdiskussion durchwegs die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und an der gemeinsamen Heimat mitzubauen. Dabei gelte es mehr denn je, mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Im Anschluss nahm das Publikum zu verschiedenen Aspekten des Themas "Heimat" Stellung und es entwickelte sich eine rege Diskussion mit den Referent/innen am Podium. Zur Sprache kamen dabei die christlich-sozialen Werte in der Europaregion Tirol, die Selbstbestimmung, das Projekt eines gemeinsamen Geschichtebuches für alle Schulen in Südtirol, der demografische Wandel und die Verantwortung der Medien für das friedliche Zusammenleben. Große Aufmerksamkeit erregte die Wortmeldung eines aus Polen stammenden Mitbürgers, der seit neun Jahren in Südtirol lebt. Er appellierte daran, sich nicht nur mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, sondern den Blick auf eine gemeinsame Zukunft zu legen. "Dieser Abend hat gezeigt, wie vielfältig die Herausforderungen in unserem Land sind", resümierte SVP-Obmann Richard Theiner die Diskussionsbeiträge. Es sei nun Aufgabe der Politik, ehrliche Antworten auf die aktuellen Fragen des Zusammenlebens zu geben und die Probleme unter Einbeziehung aller drei Sprachgruppen in Südtirol zu lösen. "Dabei wollen wir das Verbindende in den Vordergrund stellen."
 

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