09

Lug

2009

Wo bleiben Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung?
Notizie
Der freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner fordert zum wiederholten Mal ein Gesamtkonzept zur Lösung des Verkehrslärms, der im Eisacktal besonders durch die Eisenbahn verursacht werde. In einigen Bereichen verursache die Bahn mit ihrem schlechten Rollmaterial einen Höllenlärm, der die Gesundheit und das Wohlbefinden der Anrainer in hohem Maße einschränke. „Ich konnte mich erneut bei einem entsprechenden Lokalaugenschein in Klausen vergewissern, dass viele Menschen ständig einem Lärmpegel ausgesetzt sind, der jedes verträgliche Ausmaß bei weitem überschreitet. Ich habe bereits im Herbst 2008 mehrmals das Amt für Luft und Lärm ersucht, Messungen durchzuführen, um mit gesichertem Datenmaterial Druck auf die Eisenbahn und die politischen Entscheidungsträger ausüben zu können. Die Anrainer haben von Lärmmessungen bis jetzt allerdings nichts mitbekommen“, so Leitner. Es sei zu begrüßen, dass die Landesregierung die Eisenbahn dazu bewogen habe, gebietsweise Lärmschutzbauten zu errichten. Es brauche aber ein Gesamtkonzept mit einem klaren Zeitplan für die ganze Strecke. Einen entsprechenden Beschlussantrag der Freiheitlichen habe die Mehrheit im Landtag leider abgelehnt und es nütze den lärmgeplagten Anwohnern wenig, wenn die Landesregierung die Zuständigkeit auf die Bahn schiebe. „Bei der Verwirklichung eines Pilotprojektes in Klausen vor einigen Jahren, wobei etwa die Galerie geschlossen worden ist, war kein klares Konzept erkennbar, es wurde eher etwas für die Statistik gemacht. Jetzt ist es an der Zeit, die betroffenen Menschen in Schutz zu nehmen und auf die Eisenbahn Druck zu machen. Während die Personenzüge noch einigermaßen verträglich unterwegs sind, stellen die Güterzüge eine unerträgliche Belastung dar, vor allem während der Nachtstunden. In Klausen ist besonders die Bahnstrecke südlich des Tunnels bis ‚Glun’ eine Lärmhölle. Eine Einhausung auf dieser relativ kurzen Teilstrecke wäre sicher die beste Lösung. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Menschen sind enorm, es steht auch die Existenz von Betrieben auf dem Spiel, was die Klagen von Gästen eindrucksvoll belegen“, so Leitner abschließend.
 

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